Schottland

NetObjects Fusion Paper Airplane

Sabine und Michael

Die tägliche Erfahrung lehrt, das diejenigen, welche viel reisen, an Urteilskraft gewinnen; dass die Gewohnheit  - fremde Völker, Sitten und Gebräuche zu beobachten, den Kreis Ihrer Ideen erweitert und sie von manchen Vorurteilen befreit.

Francois Pierre Guillaume Guizot

Unsere diesjährige, große Motorradtour, sollte uns nach England und Schottland führen. In der Vorbereitungsphase haben wir überlegt   die Strecke zwischen Amsterdam nach Newcastle Upon Tyne mit der Fähre zurück zu legen. Nachdem wir uns aber dagegen entschieden hatten, hatten wir die gesamte Strecke  auf unseren Mopeds zurückgelegt.
Der erste Tag war daher recht unspektakulär. Um 7:00 Uhr haben wir uns an der Tankstelle am Flughafen getroffen und sind dann über die Autobahn an Karlsruhe, Kaiserslautern, Trier, Lüttich, Brüssel und Brügge vorbei nach Calais gefahren. Kurz vor 17:00 Uhr konnten wir dann für die 18:00 Uhr Fähre die Karten kaufen und hatten dann auch pünktlich abgelegt um nach einer ca. 40 minütigen Fahrt vor den weißen Felsen von Dover anzulegen. Leider zeigten sich diese in Wolken und wir mussten dann direkt auf der Fähre die Regenklamotten anziehen. An diesem Abend sind wir dann nur noch einige Kilometer Richtung London gefahren um dann eine Hotel für die Nacht zu finden.

Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht unbedingt besser aus aber zumindest hat es erst mal nicht geregnet. Nach einem typisch englischen Frühstück ging es dann Richtung London. Nach dieser Fahrt kann ich nur jedem Anraten nicht unbedingt in der Rushhour durch diese Metropole zu fahren und dann auch noch auf der falschen Seite (Linksverkehr). Ich bin ja schon in vielen Ländern gefahren und z.B. die Rollerfahren in Italien sind ja echt hart drauf, aber die Motorradfahrer in London sind noch härter drauf. Nicht nur das Sie wie alle jede Lücke ausnutzen, nein, sie machen das auch mit einer Geschwindigkeit die Normalerweise nur auf Landstraßen ohne Verkehr gefahren wird. Nachdem wir London dann hinter uns gelassen hatten ging es an die Ostküste und wir hatten uns dann abwechselnd über Landstraßen, Autobahnen und Schnellstraßen den Weg Richtung Edinburgh gebahnt. Da das Wetter an diesem Tag dann doch noch nett wurde hatten wir uns für diese Nacht ein Zeltplatz ausgesucht welcher wirklich toll in einem ruhigen Wald lag. Leider gab es dort kein Restaurant so dass wir die 4 Kilometer in den nächsten Ort laufen mussten, aber noch so einem Tag auf dem Motorrad tut es auch mal gut ein bisschen zu “Wandern”. Nach einem guten Essen und einige Biere ging es dann zurück zum Zeltplatz

Am Sonntag haben wir dann wieder sehr früh die Koffer gepackt und in der leeren Stadt sind wir dann gemütlich Richtung Norden gefahren. Als wir Am Sonntag haben wir dann wieder sehr früh die Koffer gepackt und sind auf  leeren Strassen durch die Stadt gemütlich Richtung Norden gefahren. Wenn man  die   Forth Road Bridge überquert sieht man rechts die alte Eisenbahnbrücke. Sie ist ein wirklich  imposanter Anblick. Um einige gute Fotos machen zu können sind wir nach der Brücke dann in den kleinen Ort Ferrybridge abgebogen da man von dort eine wirklich tolle Aussicht auf die beiden Brücken hat.

Dieser Tag stand voll und ganz im Zeichen des Loch Ness. Alles was ich über diesen See gelesen und gesehen hatte, hat in mir eine Vorstellung erzeugt die im Nachhinein nicht erfüllt wurde. Was wirklich sehenswert ist sind die Schleusen an der Südspitze des Sees in Fort Augustus. Hier sind 5 hintereinander liegende Schleusen welche die kleinen Boote und Schiffe passieren müssen um in den Loch Lochy und somit auch in den Loch Linnhe zu kommen. Dieses war früher für die Fischer der sicherste Weg um nach Inverness zu kommen. Ansonsten war nur der sehr unsichere Weg um die Nordspitze Schottlands zu möglich.
Jedem der diese Route mal fahren will kann ich nur empfehlen das er die Straße am östlichen Ufer nimmt da diese von der Sicht reizvoller ist als die viel befahrene westliche Straße. Wer aber Burgen mag sollte die westliche Straße fahren um kurz vor Kilmore das Urquhard Castle zu besichtigen. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf den See. Aber auch an der Nordspitze, in Dores, hat man einen wirklich guten Blick auf den See und die seitlich liegenden Hügel. Am Dores Beach lebt übrigens der einzige Vollzeit Nessie Jäger.

Am nächsten Tag ging es dann wieder in Richtung Süden. Kurz vor Riconich sind wir dann wieder nach Norden auf die B801 abgebogen. Dieses Straße sollte man bis zum Ende fahren und am letzten Haus die Motorräder abstellen. Dann links am Haus vorbei den Hügel rauf steigen.  Für diese kleine Mühe wird man bei schönem Wetter mit einer super Aussicht über die Küste belohnt. An diesem Tag war Küstenstraßen fahren angesagt. Wir sind die A838, dann die A894, A835, A832, A896 entlang gefahren um dann bei Lochalsh auf die Isle of Skye zu kommen. Diese Straßen sollte man unbedingt fahren. Sie führen durch Landschaften und an Küstenbereiche lang die man einfach gesehen haben muss. Eine der wichtigsten Strassen hätte ich fast vergessen. Der Pass “Bealach na Ba” ist auf der Strasse zwischen Applecross und Tornapress. Der zweit höchste Pass Schottlands aber der mit den schönsten Kurven.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Isle of Skye. Wir sind erst durch Portree der Inselhauptstadt gefahren und blieben dann immer in Küstennähe. Kurz nach Elishader hat man einen tollen Ausblick auf die Steilküste und auf den Wasserfall am Kilt Rock

 

flagge-0645.gif von 123gif.de

Nach einer guten Nacht im Zelt ging es dann weiter am Loch   Eilt und am Loch Eil vorbei nach Fort William wo wir dann endgültig die Fahrtrichtung Süden einschlugen um auf einem schönen Zickzack Kurs uns Richtung Glasgow weiter zu bewegen. Da es an diesem Tag wieder stark regnete hatten wir Glasgow links liegen gelassen und sind auf vielen kleinen Nebenstraßen nach Liverpool gefahren, leider hörte der Regen auch dort nicht auf so das eine Stadtbesichtigung nicht in Frage kam und so sind wir weitergefahren bis es Zeit war wieder eine Unterkunft zu suchen. Nach diesem nassen Tag waren wir einfach nur froh aus den Klamotten zu kommen um diese wieder für den nächsten Tag zu trocknen.

Am folge Tag fiel uns ein das wir eigentlich noch genug Zeit hatten um einen kleinen Abstecher in den Südwesten Englands, nach Stonehenge, zu machen. An diesem Tag war das Wetter durchwachsen und in einem Regen, Wolken und Sonnenmix hatten wir uns dann auf den Weg gemacht. Stonehenge, was habe ich mir darunter vorgestellt, mächtig, mystisch und imposant waren bisher meine Adjektive. Nach diesen Besuch bleiben nur eine paar große Steine auf einer Weide und eine Eintrittsgeld von 15 Pfund. Nachdem wir in strömenden Regen die Steine einmal umrundet hatten machen wir uns wieder auf den Weg zu den Motorrädern. Glücklicherweise kam da die Sonne raus und wir konnten uns erst mal trocken legen bevor wir uns wieder auf den Weg nach Dover machten.

Der letzte Tag war wie der erste, langweilige Autobahn Fahrt nach Deutschland.

Wie ist unser Fazit.
SUPER. Schottland ist ein wirklich tolles Land und die Menschen sind einfach nur nett und hilfsbereit und wenn sie nicht gerade mit Ihren gälischen Dialekt anfangen dann kann man sie sogar sehr gut verstehen. Schottland ist aber auch echt teuer aber in einem Urlaub kann man darüber wegsehen da dieses Land einen vollständig dafür entschädigt

Anlager in Calais
Fährhafen Calais
Calais vom Meer
Weissen Felsen von Dover im Regen
Dover im Regen
DFDS Seaways Fähre
Hauptbild
Kneipe
Zeltplatz
Ort
Pub in Edinburgh
Edinburgh Castle
Carlton Hill
Princes Street
Sicht auf die Princes Street
Blick vom Carlton Hill
Hauptbild

Da wir zu früh dran waren haben wir mit den Motorrädern erstmal eine Stadtrundfahrt gemacht und konnten so schon mal die Wege erkunden die Da wir zu früh dran waren haben wir mit den Motorrädern erst mal eine Stadtrundfahrt gemacht und konnten so schon mal die Wege erkunden die wir am Nachmittag und Abend ablaufen wollten.   Mittlerweile ging es mit dem auf der falschen Seite fahren schon recht gut so dass wir die Stadtrundfahrt ohne Stress genießen konnten.
Nachdem wir dann endlich gegen 15:00 Uhr  eincheckt hatten, konnten wir unsere Klamotten in das 6 Bettzimmer verfrachten. Nach einer guten Dusche  konnten wir dann unsere Stadtbesichtigung starten. Edinburgh ist eine tolle Stadt, die Innenstadt ist wirklich sehenswert und immer ein Besuch wert.   Als wir geben 17:00 Uhr in die Burg wollten stellten wir fest das der Eintritt 15 Pfund beträgt und wir eigentlich nur noch eine Stunde Zeit hätten da die Burg ab 18:00 Uhr geschlossen wird. Also haben wir diesen Besuch dann gelassen und uns mehr um die anderen Sehenswürdigkeiten gekümmert. Wir sind dann langsam Richtung Carlton Hill gegangen um vor dort die Aussicht auf die Stadt und Umgebung zu genießen. Es hat sich gelohnt, die Stadt sieht wirklich toll aus und die Aussicht und der Rundblick vom Carlton Hill ist wirklich sehenswert. Nach einer ausgiebigen Foto Session ging es dann wieder in die Innenstadt denn langsam machte sich der Hunger bemerkbar. Da es Samstagabend war ist es wahrlich schwer einen Platz in einem Restaurant zu bekommen da man überall nur nach einer Wartezeit von locker einer Stunde oder mit Vorbestellung einen Platz bekommt. Aber glücklicherweise gab es dann noch  Pizza Hut dort konnten wir uns direkt hinsetzen und gut und preiswert  Essen.

Der dritte Tag war Motorrad technisch keine Herausforderung. Wir sind über kleine Straßen und die vielen Single Track Roads Richtung Edinburgh gefahren da wir für die nächste Nacht bereits eine Hostel in Edinburgh gebucht hatten. Nach einigen Kilometer haben wir dann bei Carter Bar die offizielle Grenze nach Schottland erreicht und überquert. Nun waren wir offiziell in Schottland angekommen

Grenzstein nach schottische Seite
Grenze
Grenze englische Seite
Grenzverlauf

Weiter ging es dann an Perth und Dundee vorbei zum Glamis Castle. Wer dieses Schloss nur von außen ansehen möchte und ein paar Fotos machen will der sollte einfach  auf der wirklich prachtvollen  Zufahrt stehen bleiben und die Bilder machen, ansonsten wollen die als Parkgebühr für Motorräder immerhin noch 7 Pfund ohne Eintrittsgeld für die Burg, haben. Dieses Castle gehört zu den bekanntesten Spukschlössern Englands. Wer mehr darüber erfahren möchte sollte die Webseite Geister und Gespenster besuchen, dort stehen interessante Dinge über Glamis Castle.   Nach einem kleinen Rundgang ging es wieder auf die Straße Richtung Stonehaven da wir dort als nächstes Dunnottar Castle besuchen wollten.

Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth
Forth Road Bridge

Dunnotar Castle ist nur eine Ruine aber es liegt super auf einem vorgelagerten Felsen und von dort bekommt man den ersten Eindruck der Steilküsten Schottlands. Vom Parkplatz aus geht man ca., 10 Minuten bis zur Kassen und dort zahlt man 6 Pfund und schon darf man das Castle betreten. Meiner Meinung nach lohnt sich dieser Besuch wirklich. Nach unserem Besuch in Dunnotar Castle hatten wir dann in Stonehaven die Küsten verlassen.  Nun fingen die wirklich guten Strassen an! Von den 4 Spurigen Schnellstraßen ging es nun auf kleinen Strassen und Single Track Roads, im Zickzack,   durch den Caringorms National Park. Rechts und links dieser Straßen kann man zum ersten mal die wirklich raue Landschaft der Highlands sehen.  Am Nachmittag setzte der Regen wieder ein und diesmal schüttete es teilweise wie aus Eimern. Am frühen Abend haben wir dann in Grantown-on-Spy ein nettes Hotel gefunden in welchem wir dann nach einem guten  Essen und einer hervorragenden  Beratung des Barkeepers  noch so den einen oder anderen Whiskey der Umgebung probierten.

Glamis Castle
Glamis Castle
Dunnotar Castle
Dunnotar Castle
Loch Ness im Regen
Nordufer von Loch Ness
Fulltime Nessi Hunter
Strand bei Sheigra
Einfach nur toll
Felsenküste bei Sheigra

Inverness haben wir trotz wirklich schönem Castle einfach nur durchfahren um nun endgültig in die Highlands einzudringen. Kurz nach Tain verließen wir dann die normalen Strassen und sind über ein Single Track Road bis Tongue gefahren. Hier ist man endgültig in der Heimat von Connor McLeod angekommen.. Hügelig, graugrün, rau und wunderschön. Die Augen können die Landschaft kaum fassen und bedingt durch die Straßen Breite und dem möglichen Gegenverkehr kann man leider nicht so seinen Blick schweifen lassen wie man gerne möchte. Nachdem wir in Tongue wieder auf die Küste trafen haben wir auch hier die Schönheit der Landschaft erleben können. Sandstrände und blaues Wasser vor einer steil ins Meer fallenden Felswand. Ein unbeschreiblicher Anblick. In Durnes, einer der nördlichsten Dörfer Schottlands, hatten wir dann ein wirklich nettes gemütliches Hotel für die Nacht gefunden.

Steilküste bei Tongue
Steilküste bei Tongue

So hatten wir in einer wundervollen Tour die gesamte Insel umrundet. Das Wetter war super und die Straßen haben unheimlich Grip und so konnten wir die Fahrt absolut Genießen. Kleine Zwischenstopps zum fotographieren und auch einfach mal ruhig da stehen und die Aussicht genießen gehörten an diesem Tag einfach dazu. In Dunvegan   war dann erst mal wieder ein Hotel angesagt. Das Dunvegan Castle sollte man  unbedingt besuchen, es ist das älteste dauernd bewohnte Castle Schottlands.

Kilt Rock
Schottische Steilküste

Bei Lonmore sollte man auf die B884 abbiegen um eine wirklich nette Tour entlang der Steilküste zu machen und an echt schön Aussichtspunkte zu kommen. Nach einem wirklich guten Tag hatten wir die Insel umrundet und sind dann kurz nach Broadford Richtung Ardvasar abgebogen. Dort wollten wir mit der Fähre nach Mallaig übersetzen. Auf der Straße sind wir dann kurz vor Teangue recht nach Ord abgebogen um dann in einem großen Bogen der Straße folgend wieder auf die B851 zurück zu kehren. Alleine dieses Teilstück mit den Aussichtspunkten,   der Straße und den Kurven ist ein kleiner Highlight auf dieser Insel.

Hotel Dunvegan
Dunvegang Castle

Bevor wir nun auf die Isle of Skye fuhren haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Loch Duich und somit zum Eilean Donan Castle der wohl meistbesuchten und fotografierten Burg ganz Englands und Schottland. Hier wurden übrigens viele Aufnahmen für den Highlander gedreht. In der Burg darf man leider keine Fotos machen aber sie ist vollständig eingerichtet und es macht Spaß durch die Räume zu streifen um zu sehen wie die Leute früher lebten.

Security Eilean Donan Castle
Ein Hausgeist?
Eilean Donan Castle
Karibischer Flair
Karibischer Flair
Schottland pur
Schottlische Hochmoor

In Dover angekommen bekamen wir die Fähre um 21:00 Uhr nach Dünkirchen und bedingt dadurch das England keine Sommerzeit hat kamen wir erst um 23:00 Uhr in Dünkirchen an. Noch fix ein Hotel für die Nacht finden und somit war die Inselrundreise beendet.

Stonehenge im Regen
Stonehenge im Regen
Stonehenge im Regen
Abschied von England
Weissen Felsen im Sonnenuntergang
Schleusen am Loch Ness

 

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