Nil Kreuzfahrt

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Sabine und Michael

Die tägliche Erfahrung lehrt, das diejenigen, welche viel reisen, an Urteilskraft gewinnen; dass die Gewohnheit  - fremde Völker, Sitten und Gebräuche zu beobachten, den Kreis Ihrer Ideen erweitert und sie von manchen Vorurteilen befreit.

Francois Pierre Guillaume Guizot

Michael und Sabines

S   a   b   i   n   e   u  n   d     M   i   c   h  a   e   l

Nilkreuzfahrt

N   i    l   k   r   e  u   z   f    a   h   r   t

In der Zeit vom 11.12.15 bis 19.12.15  waren wir auf unserer zweiten Nilkreuzfahrt. Die erste hatten wir zu  meinem 50 igsten Geburtstag gemacht und nun wollten wir diese tolle  Erfahrung ein zweites mal machen. Ich kann vorweg nehmen das es eine  tolle Erfahrung geworden ist. Die Reise begann mit der Fahrt zum  Flughafen München und anschließendem Flug mit Sunexpress nach Luxor.  Dort wurden wir dann zu unserem Schiff der Magic II gebracht. Die Reise  ging dann von Luxor über Esna, Edfu Kom Ombo nach Asuan und dann den  gleichen weg wieder nach Luxor zurück. Übrigens Sunexpress macht seinem Namen eines Billiganbieters alle Ehre.

aegypten-karte

Nachdem wir eingecheckt hatten und  unsere Koffer in unsere Kabine waren haben wir uns erstmal das Schiff  angesehen damit wir uns einen Überblick verschaffen konnten. Mit der  ägyptischen Gelassenheit wurde die Ablege Zeit mit 18:30 Uhr bekannt  gegeben. Schlußendlich hatte das Schiff dann um 21.30 Uhr Richtung Kom  Ombo abgelegt. Der Doppeltempel von Kom Ombo entstand in der ptolomäischen Epoche Ägyptens 304 bis 31 v. Chr. Kom Ombo, das damalige Omboi (auch Ombos), war zu dieser Zeit neben Elephantine Verwaltungszentrum des ersten  ober-ägyptischen Gaues Ta-Seti. Der heute noch zu besichtigende  Doppeltempel diente der Anbetung der  beiden Gottheiten Sobek, dem  Krokodilgott, und dem falkenköpfigen  Haroeris. Die Ruinen des Tempels  von Kom Ombo waren lange Zeit bis über die Hälfte durch Sand  verschüttet. Sie wurden erst 1893 unter Jaques de Morgan freigelegt und  restauriert. Vor dem Tempel stand bis ins 19 Jahrhundert ein großes  Mammisi (Geburtshaus) des Ptolemaios VIII und Euergetes II. Bei einem Hochwasser riss der Nil das Gebäude einschließlich des  westlichen Teils der Umfassungsmauer zum größten Teil mit sich. Die  Tatsache, dass die Anlage 20 Meter über  dem normalen Niveau des Nils  errichtet wurde, lässt noch heute das  Ausmaß der Katastrophe erahnen.

In der jüngeren Geschichte Ägyptens entwickelte sich der Standort der  Tempelanlage zu einem Anziehungspunkt für den Tourismus. Die  Besichtigung des Tempels von Kom Ombo ist fester Bestandteil der   Flussreisen auf dem Nil zwischen dem 150 Kilometer nördlichen Luxor und  dem 40 Kilometer südlich gelegenen  Assuan. Die Anlegestelle der auf dem Nil verkehrenden Kreuzfahrtschiffen liegt direkt neben dem  Doppeltempel, etwa 70  Meter westlich der Tempelanlagen.

Kom Ombo

Equus quagga (Zebra)
Aepyceros (Impala)
Connochaetes (Gnu)
Phacochoerus africanus (Warzenschwein)
Equus quagga (Zebra)
Connochaetes (Gnu)
Connochaetes (Gnu`s)
Antidorcas (Springbock)
Phacochoerus africanus (Warzenschwein)
Phacochoerus africanus (Warzenschwein)
Syncerus caffer (Kaffernbüffel)
Aepyceros (Impala)
Strepsiceros (Kudu)
Aepyceros (Impala)
Syncerus caffer (Kaffernbüffel)
Connochaetes (Gnu)

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Nach Sonnenuntergang legte das Schiff  dann Richtung Esna ab. Nach gut 2 Stunden fahrt legte wir an einer  Plattform an da das Schiff tanken musste. Auf der Strasse stand eine  mittelgroßer Tankwagen der mit einer Pumpe auf der Plattform  verbunden  war und der dann den Diesel oder was auch immer das Schiff benötigte in  die Tanks pumpen sollte. So die Theorie :-) Leider wollte die Pumpe  nicht anspringen und nach vielen Versuchen kamen die Herren dann auf die Idee das die Batterie zu schwach ist. Also wurde die Batterie aus dem  LKW ausgebaut und über den schmalen Steg auf die Plattform gebracht.  Nach einigen Versuchen sprang der Diesel dann an und die Pumperei konnte  losgehen.

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In der Nacht ging es dann weiter nach  Esna. Der Esna Tempel ist der  Rest des altägypthischen Chnum-Tempels in der oberägypthischen Stadt Esna , etwa 55 Kilometer südlich von Luxor. Er führte den altägypthischen Namen Hut-Chenmu (Haus des Chnum). Einziger erhaltener Tempelteil ist der Pronaos, die Vorhalle des eigentlichen Tempels. Die von 24 Säulen gesützte und  mit einem intakten Dach versehene Halle steht inmitten der am Nil gelegenen Stadt, 200  Meter westlich des Flussufers.

Nach einer kurzen Besichtigung des  Tempels und eines Teiles der Altstadt ging es wieder zurück zum Schiff  um dann Richtung Edfu abzulegen
Der Edfu-Tempel, oder auch Tempel des Horus, ist der besterhaltene Tempel in ganz Ägypten. Dieser Tempel  wurde in der Ptolemäerzeit (306 bis  30 v.Chr.) erbaut und ist  vollständiger und wie schon erwähnt, besser erhalten als jeder andere  Tempel in Ägypten. Edfu ehemals Hauptstadt des zweiten Gaus von  Oberägypten, der einstige
Ort "Djeba" heißt auf arabisch: Edfu. Der  dem Gott Horus geweihte Tempel wurde in der ptolemäischen Zeit auf einem älteren Tempel aus der Zeit Thutmosis III. errichtet.
Seine  imponierenden Ausmaße machen ihn zum zweit wichtigsten Tempel nach dem  von Karnak: 137 Meter Länge mit einem 36 Meter hohen Pylon und einer  Fassade von 79 Metern Höhe. Der Eingang wird von zwei herrlichen Statuen aus schwarzem Granit bewacht, die den Gott Horus  als Falken  darstellen. Der ägyptischen Legende nach fand an jenem Ort Djeba einst die mythologische Schlacht zwischen  den Göttern Horus und Seth statt.  Nach zahlreichen und heftigen Kämpfen trug schlußendlich Horus  den Sieg mit sich. Horus war einer den bedeutendsten Götter im Pharaonenreich,  sahen die Ägypter  doch in ihrem König die irdische Inkarnation des  Gottes Horus.
Der Tempelkomplex weist ungewöhnlich viele Inschriften  auf und man weiß somit, dass der Bau des Tempels  offensichtlich unter  Ptolemäus III. begonnen wurde und erst 180 Jahre später von seinen  Nachfolgern vollendet wurde. Der Tempel des Horus folgt dem klassischen  Tempelaufbau: Pylon(e), Peristyl, Hypostyl, Sanktuar mit Naos und  eingegliederten  Kapellen.

Horus Tempel von Edfu

Bei Edfu gibt es auch noch eine weitere Besonderheit, das ist die große Schleusenkammer auf dem Weg zum Assuandamm.

Schleusenanlage von Edfu

Weiter ging es stromabwärts Richtung  Assuan. In Assuan und Umgebung gibt es wirklich viele Sehenswürdigkeiten die man sich unbedingt ansehen sollte. Vom Philea Tempel über die  Kitchener Island die Insel Elefantine der Assuan Damm und der Nasser See aber auch der Unvollendete Obelisk oder von hier aus kann man die Fahrt zur Tempelanlage Abul Simbel unternehmen. Weiterhin kann man hier wirklich schöne  Dautouren machen oder, aber leider nur von außen, das Mausoleum von  Agha Kahn sehen.

Der Tempel von Philae lag ursprünglich auf der Insel Philae, 8 km südlich von Assuan unmittelbar am Beginn des 1. Nilkataraktes  zwischen altem Staudamm und neuen Hochdamm. Von hier brachen die  Priester in Booten zur benachbarten Insel Bigeh auf, um auf 360  Opfertischen dem Gott Osiris Gaben darzubringen, der hier eine seiner  mythologischen Grabstätten  hatte. Um seine Ruhe nicht zu stören, war  der Zutritt für  Nicht-Priester verboten. Schon Anfang des 20.  Jahrhunderts setzte der Stausee des alten Assuan-Staudamms die Tempelbauten für zehn Monate im Jahr unter Wasser. Mit dem Bau des neuen Assuan-Hochdammes hätte den Tempel das Schicksal des vollkommen Untergangs ereilt.  Er wäre von den riesigen Wassermassen des neuen Nassersees überschwemmt worden. Im Rahmen der internationalen Rettungsaktion für  ägypthens Denkmäler wurde der gesamte Tempelkomplex in den Jahren 1977  bis 1980 in 37.363 Stück, 2 bis 25 Tonnen schwere Blöcke, zersägt und  auf der etwa  500  Meter entfernten, höher gelegenen Insel Agilkia, die eigens dafür nach dem Vorbild von Philae umgestaltet wurde,   originalgetreu wieder zusammengesetzt. Der Tempel von Philae ist seit   1979 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen

Philae Tempel

Lord Horatio Herbert Kitchener (1850-1916), war von 1911-1914 Vizekönig von Ägypten und Sudan und gab der kleinen Insel bei Assuan  diesen Namen. Er lebte um die Jahrhundertwende einige Jahre dort. Kitchener Island, welches heute, aufgrund des  Namensursprungs in  der Kolonialzeit, Geziret El-Nabatat (Pflanzeninsel) genannt wird.
Die kleine Insel ist ein Touristischer  Anziehungspunkt nordwestlich der  großen Insel Elephantine und  liegt  zwischen Elephantine und der Assuan  Westbank. Sie ist ein tropische  Planzenparadies. In diesem Garten findet man riesige Mahagonibäume,  Brot- und Muskatbäume,  Trompetenbäume. Daneben vielfarbige  Bougainvillea-Büsche, Malven und  Oleander, in denen zahlreiche Vögel  nisten. Es gibt auch zahlreiche Katzen auf der Insel.
Die Insel ist  nur per Felucke, Motorboot oder Ruderboot von der Insel  Elephantine aus erreichbar, es gibt keine Fähre. Deshalb bietet es sich  an diese im  Zusammenhang mit einer Feluckentour, dem Besuch der Insel Elephantine  oder der Assuan Westbank zu besuchen. Die  Insel ist etwa 750 m lang  (begehbar ca. 550 m) und an der breitesten  Stelle 170 m breit.

Kitchener Island

Nach dem II. Weltkrieg wurde König Faruk aus dem Land verwiesen und die Republik ausgerufen. Der Premierminister Gamal Abd el Nasser wurde nach einem Jahr Präsident. Die Bevölkerung Ägyptens wuchs immer schneller und erreichte Anfang der 50-er Jahre 22 Millionen Einwohner. Die Nahrungsmittelproduktion konnte aber nicht mehr gesteigert werden, da das dazu nötige Wasser fehlte. Nasser war sich klar darüber, daß nur ein Hochstaudamm die Ernährungsprobleme des Landes lösen könnte.  Da Ägypten aber das Geld für so ein riesiges Projekt fehlte, suchte Nasser zunächst bei den USA um Unterstützung an. Doch Nassers Waffenkäufe in der ehemaligen Sowjetunion und die starke Anlehnung an Moskau verärgerte die USA, welche 1956 die Verhandlungen abbrachen. Nun bot die ehemalige Sowjetunion Hilfe an, sowohl mit Kapital als auch mit technischem Know-how. Am 9. Januar 1960 konnte mit dem Bau des Assuan Staudammes begonnen werden.  Der Damm wurde nach 11 Jahren Bauzeit fertiggestellt, doch konnte Nasser an der Einweihungsfeier nicht mehr teilnehmen, da er einige Monate zuvor an einem Herzinfarkt gestorben war. Sein Nachfolger Anwar el-Sadat und der sowjetische Präsident Nikolai Podgorny weihten am 15. Januar 1971 den Assuan Staudamm ein.

2. Technische Daten
Während des Dammbaus waren ca. 2.000 sowjetische Spezialisten in Assuan und um die 30.000 ägyptischen Arbeiter. Sie zusammen bauten den 3.600 Meter langen und 111 Meter hohen Damm. Die untere Basis ist 980 Meter breit und die obere (= Dammkrone) beträgt immerhin noch 40 Meter. über diese Dammkrone führt heute eine Asphaltstraße. Der Stausee ist etwa 540 km lang und hat eine mittlere Breite von 20 km und eine durchschnittliche Tiefe von 25m. Im Assuan Staudamm befinden sich 12 Turbinen, die eine Leistung von je 170 Mega- watt erbringen können.

Assuan Damm

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In der Nähe von Luxor in Theben-West gegenüber von Karnak im libyschen   Gebirge liegt das Tal der Könige, fast alle Pharaonen  ließen sich hier  begraben. Das älteste Grab ist das Grab des Thumosis I (1530- 1520 vor  Chr.) Das jüngste Grab das des Ramses XI (1100 - 1085 vor Chr.) Es ist  die größte Ansammlung von Nekropole in ägypten. Etwas Abseits liegt  das  weniger bekannte Tal der Königinnen. In diesem Tal befinden sich  über 90 Gräber, meist von nahen Angeöhrigen der Herrscher. Der Gründer  dieser Art der Begä¤bnisstätte ist wohl Thutmosis I. Er war der erste,  der mit der alten Tradition brach und neue Wege der  Bestattungsform  ging. Er wählte eine unauffälligere Art der Bestattung  gegenüber den  Pyramiden, vielleicht in dem Glauben darin, den  Grabräubern zu  entgehen. Da nur ein Gang unter die Erde führte, war  dieses Grab  leichter zu bewachen und schwerer gewaltsam zu öffnen. Der  Vorteil war  auch die Abgeschiedenheit der Wüste. Leider wurden bereits  im Altertum  fast alle der Königgräber geplündert. Als einziges  unversehrtes  Königsgrab wurde das des Tut-Anch-Amon gefunden. Seine  Machtzeit war  von 1354 - 1345 vor Christus. Das Grab wurde 1922 von  Howard Carter  entdeckt und ist bis heute das touristisch meist besuchte  Grab im Tal  der Könige. Das liegt wohl auch an der Tatsache, dass sich  der Leichnam des Tut-Anch-Amon noch in seinem Sarkophag in der  Grabkammer befindet. Die Schätze aus dem Grab sind im ägyptischen Museum zu finden. Das Tal  der Könige ist ein einziger großer Friedhof für die Pharaonen, hier  wurden im Laufe der Zeit 63 in Stein gehauene Gräber freigelegt

Leider darf man im Tal der Könige nicht fotografieren daher kann ich leider keine Bilder aus dem Tal zeigen. Ich habe mal die offizielle Gräberkarte beigefügt.

Tal der Könige

plan

Weiter ging es zum Totentempel der Hatschepsut. Dieser stammt aus der 18. Dynastie und ist der am besten erhaltene Tempel in Deir el-Bahari am Westufer des Nil in Theben. Auffällig ist seine eigenwillige Architektur. Die Pylone sind durch offene Pfeilerhallen am Anfang je einer Terrasse ersetzt. Der gesamte Tempel ist aus Kalkstein errichtet. Der gesamte Talkessel von Deir el-Bahari ist hauptsächlich den Göttern Hathor und Amun-Re geweiht, daneben auch Horus in Chemmis, Anubis, Amun und Iunmutef. Der Tempel wurde bis in ptolemäische Zeit genutzt. In koptischer Zeit entstand auf dem Tempel das Phoibammoter . Das Kloster wurde bis ins 11. Jahrhundert genutzt und von verschiedenen Bischöfen besucht. Der Totentempel der Hatschepsut ist ein sogenanntes Millionenjahrhaus

Hatschepsut Tempel

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Bevor es nur heute wieder auf das Schiff gehen sollte war noch ein Sehenswürdigkeit an diesem Tag zu besuchen. Die Memnonkolosse (arabisch el-Colossat oder auch es-Salamat) sind zwei nebeneinander stehende altägyptische Kolossalstatuen aus dem 14.Jahrhundert  v.Chr. Sie befinden sich im Niltal unweit des Tals der Könige (Biban el-Moluk) in Theben-West. Die Statuen befanden sich in der Vergangenheit vor den Pylonen des Eingangs zum Tempel des Amenophis III. (Ägyptisch Amenhotep III.), eines Pharaos der 18  Dynastie.

Memnonkolosse

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Der letzte Tag in Assuan hatte weniger mit Kultur als mit Unterhaltung und Einkauf zu tun. Am Frühen morgen um 04:00 Uhr wurden wir aus dem Bett geklingelt da wir heute eine Ballonfahrt über das Tal der Könige vor hatten. Mit dem Auto wurden wird in die Nähe des Hapschepsut Tempels gebracht wo bereits hektisch die Vorbereitungen für die Ballonfahrt im Gange waren. 5 Große Ballons wurden bereits mit einem Kaltgebläse aufgebläht damit kurz nach unsere Ankunft die Brenner gezündet werden konnten um die Ballons auszurichten. Nach ca. 20 Minuten standen die ersten Ballons zur abfahrt bereit und die ersten Leute stiegen ein und die mächtigen Ballons stiegen mit einem lauten Fauchen in den Morgenhimmel auf. Unser Ballon war der letzte der sich vom Boden abhob und sich unter Getose der Flamme über uns langsam in den Himmel schob. Wir stiegen langsam auf eine Höhe von 1500 Mete auf und konnten nur sehen wie die Sonne langsam über dem vor uns liegenden Nil aufging. Hinter uns die Wüste mit dem Tal der Könige und Königinnen und vor uns der Nil, Was für eine Anblick.

Ballonfahrt über Tal der Könige

Zur Entstehungszeit des unvollendeten Obelisken ist nichts bekannt. Es wird vermutet, dass er unter der Königin Hatschepsut begonnen wurde und für den Tempel von Karnak bestimmt war. Risse im Material sollen zur Einstellung der Arbeiten   geführt haben. Der untere Teil des Obelisken ist immer noch mit dem   Fels, aus dem er geschlagen wurde, verbunden. An dem Objekt sind Spuren  späterer Teilungsversuche erkennbar, möglicherweise aus der Zeit Thutmosis III. Die keilförmigen Vertiefungen, die an einer Stelle aneinander gereiht  am Obelisken erkennbar sind, stammen aus der Römerzeit. Sowohl die  Teilungsversuche als auch die Versuche mit Spaltkeilen wurden ohne  Erfolg beendet.

Unvollendeter  Obelisk

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Die Tempelanlage von Karnak  besteht aus drei von Mauern umgebenen Bereichen, dem Bezirk des Amun (altägyptisch Ipet-sut, Ort der Erwählung), dem Bezirk des Month (150 * 156 Meter, Gesamtfläche 2,34 Hektar) und dem Bezirk der Mut (405*275*295*250 Meter Seitenlänge, Gesamtfläche ca. 9,2 Hektar). Neben diesen drei großen Tempelbezirken gibt es noch den Aton-Tempel, das Gem-pa-Aton, das Echnaton im sechsten Jahr seiner Regierungszeit in Karnak erbauen ließ. In der Antike verband eine Allee, die beidseitig von 365 Sphingen gesäumt war, den Amun-Tempel mit dem ca. 2,5  km entfernten Luxor-Tempel. Diese Straße endete am 10. Pylon des Tempels

Karnak Tempel

Luxor Tempel

Die Reihenfolge der hier aufgezeigten Sehenswürdigkeiten entspricht nicht der Reihenfolge der Kreuzfahrt. Die besuchten Sehenswürdigkeiten sind auf den einzelnen Fahrten unterschiedlich. Wir haben hier die Sehenswürdigkeiten beschrieben die wir in beiden Kreuzfahrten besuchen und genießen durften. Die  einzelnen Märkte in den Städten sollte man auf jeden Fall auch besuchen. Es ist nicht so das es dort wirklich qualitativ hochwertige Waren gibt aber des Flair und die Umgebung zu erleben ist einfach ein muss.  In Luxor legt das Schiff recht weit von der Innenstadt ab aber an der Straße stehen immer einige Taxis die einen direkt  zu den Märkten in den Ort bringen. Wir haben den Fahrpreis inkl. Wartezeit schon vor der Abfahrt verhandelt und haben für die Fahrt hin- und zurück inkl. 2 Stunden Wartezeit 15 Euro bezahlt. Bezahlen sollte man  natürlich erst wenn man zum Schiff zurückgekehrt ist. In Luxor hatten wir einen wirklich netten jungen Taxifahrer der uns die beiden Tage gefahren hat. Von Ihm haben wir viel über das Leben in Ägypthen erfahren und auch viel über die extrem negativen Auswirkungen des Terrors auf die Urlauber.  Auch wenn man viel negatives derzeit über Ägypthen liest und hört, wir haben uns nie unwohl oder bedroht gefühlt und daher werden wir mit Sicherheit auch noch eine dritte Nilkreuzfahrt machen

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