Dresden

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Sabine und Michael

Die tägliche Erfahrung lehrt, das diejenigen, welche viel reisen, an Urteilskraft gewinnen; dass die Gewohnheit  - fremde Völker, Sitten und Gebräuche zu beobachten, den Kreis Ihrer Ideen erweitert und sie von manchen Vorurteilen befreit.

Francois Pierre Guillaume Guizot

Historische Altstadt
 Am linken Elbufer, im Scheitel eines anmutigen Flussbogens gelegen,  befindet sich das historische Zentrum Dresdens. Jahrhundertelang von  mächtigen Festungsmauern geschätzt, entfaltete die sächsische Residenz  hier Pracht und Betriebsamkeit. Noch heute bestimmen die Bauten aus Renaissance, Barock und 19.  Jahrhundert die Schauseite unserer Stadt, die Elbfront. Vom jenseitigen  Ufer oder von einer der Elbbrücken aus betrachtet, zeigt sich Dresden  schon auf den ersten Blick als Kulturstadt von europäischem Rang. Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hat die Dresdner  Altstadt reizvolle Ensembles bewahrt oder wiedergewonnen. Der  Wiederaufbau des Stadtzentrums findet sein bekanntestes Symbol in der  Dresdner Frauenkirche, jenem prachtvollen barocken Kuppelbau, der nun  wieder die Dresdner Stadtsilhouette prägt. Viele wichtige Kultureinrichtungen sind entlang des Altstädter Elbufers  zu finden: Von der Gemäldegalerie Alte Meister bis zur Schatzkammer der  sächsischen Kurfürsten und Könige, dem Grünen Gewölbe

Dresden

 Frauenkirche:
 Das Sakralbauwerk wurde von George Bähr zwischen  1726 und 1743 erbaut. Die als Steinerne Glocke bekannt gewordene  Kuppel war dabei nicht nur die Krönung der Stadtsilhouette, sondern auch eine architektonische Herausforderung.

 Nach dem Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 stand die  Frauenkirche noch genau einen Tag und stürzte dann in sich zusammen,  weil der Sandstein den hohen Temperaturen nicht gewachsen war. Nach der  Wende erfolgte der Wiederaufbau, der 2005 mit der  Weihe vollendet wurde.

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Frauenkirche

Semperoper
Die Dresdner Semperoper ist das bekannteste Opernhaus Deutschlands und  dient der Sächsischen Staatskapelle, eines der Ältesten und  renommiertesten Orchester weltweit, als Heimstätte. Erbaut zwischen 1838 und 1841 von Gottfried Semper, wurde die Semperoper im August 1944 geschlossen und ein halbes Jahr später durch den  Luftangriff der Alliierten zerstört. Ihr Wiederaufbau nahm lange Zeit in Anspruch. Bis zum Jahr 1985 mussten  die Dresdner auf ihr berühmtes Bauwerk verzichten. Am 13. Februar 1985,  genau 40 Jahre nach der Zerstörung, fand die feierliche Einweihung  statt. Auf dem Programm stand »Der Freischütz« von Carl Maria von Weber. An die Eröffnung der neuen Semperoper erinnerten die »Dresdner  Festtage« im Februar und März 2010 mit der erstmaligen Verleihung des  Dresdner Friedenspreises, den Michail Gorbatschow erhielt. Eng verbunden mit dem Opernhaus ist auch der Semperopernball, der alljährlich im Januar stattfindet.

Zwinger
Der Dresdner Zwinger ist das bedeutendste Bauwerk des Spätbarock und gilt mit seinem Kronentor als Wahrzeichen der Stadt. Er entstand von 1710 bis 1728 als Orangerie und
höfischer Festspielplatz. Seine detailreiche Pracht gewährt Einblicke in kurfürstliche Geschmäcker und die Prachtentfaltung zur Zeit August des Starken.
Im Zwinger ist heute die Porzellansammlung, die Gemäldegalerie Alte Meister, die Rüstkammer und der Mathematisch-Physikalische Salon untergebracht. Die großzügige Anlage mit Rasen, Springbrunnen und Galerien ist komplett begehbar und lädt in der warmen Jahreszeit zum Flanieren ein.

.Neumarkt
Der Neumarkt als wohl bekanntester Platz in der Dresdner Innenstadt wird schrittweise in Anlehnung an seine einstige prachtvolle Barockgestaltung rekonstruiert. Die Neubebauung zielt auf eine Rekonstruktion der historischen Gebäude ab. .Erst seit 1548 gehörte das Gebiet des Neumarktes zu Dresden. In der Zeit der Renaissance entwickelte der Platz seine Struktur und seinen besonderen Charme, den besonders die typischen Giebelhäuser ausmachten. Zu einem Gesamtkunstwerk reifte der Neumarkt mit der fortschreitenden Bautätigkeit im Frühbarock heran. Der Siebenjährige Krieg von 1756 bis 1763 zerstörte das Gebiet schwer. Im Stil des Spätbarock wurde der Platz in einer schlichteren Art und Weise wieder aufgebaut. Mit der Errichtung der Frauenkirche von 1726 -1743 durch George Bähr wuchs das Gelände stärker zusammen und symbolisierte erstmals eine Einheit.
In den folgenden Jahren wurde der Platz kaum verändert, dafür aber Zeuge zahlreicher Auseinandersetzungen wie der revolutionären Barrikadenkämpfe im Mai 1849 und der zerstörerischen Angriffe im zweiten Weltkrieg. Die Ruine der Frauenkirche und das angrenzende Gelände blieben viele Jahre unberührt und dienten als Mahnmal.
Die Weihe der Frauenkirche am 30. Oktober 2005 hauchte dem Neumarkt wieder neues Leben ein. Seitdem entstehen zahlreiche ehemalige Quartiere nach altem Muster neu und stellen so eine Mischung aus Tradition und Moderne her. Die edlen Bauten mit originalgetreu nachgestalteter Fassade laden in historischem Flair zum Bummeln, Einkaufen und Dinieren ein.

Stallhof und Fürstenzug
Im Mittelalter fanden im Stallhof, der zum großen Komplex des Residenzschlosses gehört, ritterliche Spiele und Reitturniere statt. Heute wird der Hof zwischen dem Johanneum und dem sogenannten Langen Gang für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Der Fürstenzug befindet sich an der Außenseite des Stallhofes am Schlossplatz. Das 101 Meter lange Wandbild stellt die Geschichte des sächsischen Herrschergeschlechtes des Hauses Wettin als überlebensgroßen Reiterzug dar. Nach langen Vorarbeiten wurde dieses Kunstwerk von Wilhelm Walther zwischen 1872 und 1876 als Sgraffito zur 800 Jahrfeier des Wettinischen Fürstenhauses an der Außenwand des Langen Ganges angebracht. Als Schutz gegen die äußeren Witterungsverhältnisse wurde die schnell verblassende Arbeit zwischen 1904 und 1907 auf Meißner Porzellanfliesen übertragen. Für die Darstellung der 35 Markgrafen, Kurfürsten und Könige sowie weiterer 59 Wissenschaftler, Künstler, Handwerker
und Bauern fanden über 24.000 Fliesen Verwendung. 

Residenzschloß
Das Dresdner Residenzschloss war einst das Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten und Könige. Erstmals im 14. Jahrhundert als Burganlage erwähnt, entstand im
15. Jahrhundert der vierflügelige Schlossbau. Nach der Vernichtung durch einen Brand 1701 erfolgte der Wiederaufbau des Schlosses unter August dem Starken.
Infolge von Luftangriffen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs brannte das Schloss mit seinen rund 500 Sälen und Zimmern erneut bis auf die Grundmauern
nieder. Der größte Teil der kostbaren Innenausstattung ging verloren.
1985 startete der Wiederaufbau als Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Als erstes Museum zog das Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss ein
und präsentiert dort seit April 2004 seine Schätze. Im September 2004 wurde das »Neue Grüne Gewölbe« eröffnet. Seit September 2006 ist das Historische Grüne Gewölbe
in seinen ursprünglichen Räumen zu bewundern. Heute zeigt sich das Residenzschloss von außen im Stil der Neorenaissance, im großen Schlosshof mit seiner Sgraffito-Malerei
im Stile der Renaissance. Der Hausmannsturm überragt das Ensemble und bietet einen wundervollen Überblick über die Altstadt. Nach fünfjähriger Bauzeit ist seit 2010
auch die Englische Treppe im Dresdner Residenzschloss wieder begehbar. Die Barocktreppe wurde für vier Millionen Euro nach historischem Vorbild rekonstruiert und in
Zukunft als Hauptzugang zu den Museen der Staatlichen Kunstsammlungen dienen. Ebenfalls im März 2010 wurde die Türckische Cammer eröffnet, die zahlreiche Kleinodien
präsentiert, welche über siebzig Jahre nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren.

Kathedrale
Die Kathedrale ist der jüngste Barockbau Dresdens. Mit ihrer Grundfläche von fast 4.800 Quadratmetern ist sie zugleich der größte Kirchenbau Sachsens. In der Gruft
der katholische Kathedrale St. Trinitatis am Schloßplatz befinden sich 49 Sarkophage der Wettiner Kurfürsten und Könige sowie derer Verwandter. Hier ruht auch das
Herz von August dem Starken.
Die Balustraden und Nischen der Hofkirche zieren 78 Steinfiguren. Sie wurden von Lorenzo Mattielli geschaffen und stellen mit einer Höhe von dreieinhalb Metern Apostel,
Heilige und Kirchenfürsten dar. Die Hofkirche wurde zwischen 1739 und 1755 von dem italienischen Architekten Gaetano Chiaveri im Barockstil errichtet. An die italienischen
Bauleute erinnert heute das gegenüberliegende Restaurant »Italienisches Dörfchen«. Im protestantischen Sachsen musste der Kirchenbau unter strenger Geheimhaltung geplant
werden.
Seit 1980 ist die Hofkirche Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Zur kostbaren Ausstattung gehören die Rokokokanzel Permosers, das Altargemälde von Mengs und eine
Silbermannorgel.

Brühlsche Terrasse
Unter der weltbekannten Brühlschen Terrasse, die 1814 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde und auch als »Balkon Europas« bekannt ist, verbergen sich
Zeugnisse einer Zeit, die neben den barocken Glanzlichtern oft übersehen werden. Steinerne Hinterlassenschaften der Renaissance laden zu einem Rundgang ein.
Die scheinbar unterirdische Festung ist ein Anziehungspunkt für alle, die Dresden aus einer anderen Perspektive erforschen wollen. Zu sehen sind das letzte
vorhandene Stadttor der sächsischen Residenz, die älteste erhaltene Steinbrücke Dresdens, Wachstuben und Geschützhöfe Wehrgänge sowie Wendelsteine und Buchners
Kasematten. In den geheimnisvollen Gewölben gelang Johann Friedrich Böttger 1708 die Herstellung des ersten europäischen Hartporzellans.

Kunstakademie und Kunsthalle
Der Architekt Constantin Lipsius errichtete in den Jahren 1885 bis 1894 die Akademie im Verbund mit dem Ausstellungsgebäude des Sächsischen Kunstvereins.
Der Bau, dessen Fassade reich mit bildhauerischem Schmuck versehen ist, beeindruckt durch seine monumentale Gliederung im Neorenaissancestil. Das Gebäude krönt
eine verglaste Kuppel, die das Bild des Altstädter Elbufers prägt.
Das Gebäude der ehemaligen Kunstakademie wird heute von der »Hochschule für Bildende Künste« genutzt. Nach seiner teilweisen Zerstörung 1945 blieb das
Ausstellungsgebäude des Kunstvereins jahrzehntelang ungenutzt. Der Wiederaufbau konnte 2005 abgeschlossen werden. Mit der Kunsthalle, die nun von den Staatlichen
Kunstsammlungen Dresden betreut wird, hat Dresden einen imposanten Ort für Ausstellungen wiedergewonnen. 

Albertinum
Das Albertinum an der Brühlschen Terrasse wartet nach seiner Sanierung mit einer Neuerung auf, die zeigt, dass Dresdens Museumsarchitektur im 21. Jahrhundert
angekommen ist: Einer schwebenden Brücke gleich überspannt eine zweigeschossige Stahlkonstruktion den Innenhof des 1884/87 errichteten Museumsbaus, in der sich
nun 17 Meter hoch über dem Boden hochwassersichere Depots und Werkstätten befinden. Auf diese Weise bleibt der Innenhof der Vierflügelanlage erhalten und ein neuer,
überdachter Raum wird hinzugewonnen. Nachdem das »Grüne Gewölbe« und das Münzkabinett wieder an ihre ursprüngliche Stätte im Residenzschloss zurückgekehrt sind, steht
nun das gesamte Haus der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister zur Verfügung. Die neue Ausstellungskonzeption präsentiert Kunst der Moderne ab dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart in all ihren Gattungen. Dabei sind die beiden Museen nicht streng voneinander getrennt, sondern stehen durch die Kunstwerke miteinander im Dialog,
ergänzen und begegnen sich.

Altmarkt
Der große rechteckige Marktplatz bildet seit der Gründung Dresdens den Kern der Stadtanlage. 1370 wurde er erstmalig als »circulus« urkundlich erwähnt. Märkte, Feste,
Turniere und Spiele sind hier abgehalten worden, wichtige geschichtliche Ereignisse
machten den Altmarkt auch zu einem der gesellschaftlichen Zentren der Stadt.
Bei den Bombenangriffen auf Dresden im Februar 1945 wurde der historische Altmarkt völlig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte auf verändertem Platzgrundriss und
begann 1953. Die Neubebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern griff auf historisierende Formen zurück: durchlaufende Erker, eine gegliederte Sandstein-Putzfassade,
Satteldächer, Dachgauben und verschiedene Schmuckelemente. Die heute denkmalgeschützten Bauten begrenzen den Altmarkt an der Ost- und Westseite.
An der nördlichen Platzfront entstand bis 1969 der Dresdner Kulturpalast, ein Beispiel für ostmoderne Architektur in Dresden. Das Dach mit der Grundfläche eines
symmetrischen Trapezes ragt aus dem quaderförmigen Grundbaukörper heraus. Für das Jahr 2012 ist der Umbau des Gebäudes geplant.
Heute wird der Altmarkt für saisonale Märkte und Veranstaltungen genutzt. Höhepunkt ist unter anderem der alljährliche Dresdner Striezelmarkt, einer der
traditionsreichsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Kreuzkirche
An der Südostseite des Altmarktes befindet sich der eindrucksvolle Bau der protestantischen Kreuzkirche. Als Altstädter Pfarrkirche ist sie seit Jahrhunderten eng mit den Geschicken der Stadt verbunden. Ihren Namen verdankt die Kreuzkirche einer Kreuzreliquie, die im 14. Jahrhundert nach Dresden kam.Im Siebenjährigen Krieg mit Preußen wurde die prachtvolle Renaissancekirche 1760 zerstört und zwischen 1764 und 1792 in klassizistischer Architektur neu errichtet. Nach einem Brand 1897 erhielt die Kirche eine moderne Innenarchitektur. Bei den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 wurde die Kirche wiederum zerstört – nur der Turm und die Außenmauern blieben erhalten. Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren von 1946 bis 1955. Die äußere Bauhülle wurde denkmalsgerecht wiederhergestellt, das Innere betont
schlicht und ohne Bauplastik gestaltet. Seit fast 700 Jahren ist die Kreuzkirche Heimstatt des Dresdner Kreuzchores. Hier finden regelmäßig bedeutende kirchenmusikalische Aufführungen statt. Vor der Kirche, auf dem Altmarkt, findet zur Weihnachtszeit der traditionelle Dresdner Striezelmarkt statt. Der 92 Meter hohe Turm an der monumentalen
Westfront ist Besuchern zugänglich.

 

 

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